Neubau
Ehrlich vorweg: Beim Neubau gibt es deutlich weniger als bei der Sanierung – und keinen Zuschuss, sondern einen zinsverbilligten Kredit. Was es gibt, hängt an einer Effizienzstufe, die vor dem ersten Spatenstich feststehen muss.
Der teuerste Fehler
Zu spät planen. Die Förderstufe entscheidet sich in der Planung, nicht auf der Baustelle – wer erst den Bauvertrag schließt und dann nach Förderung fragt, kann die Stufe meist nicht mehr erreichen. Beim Effizienzhaus 55 muss der Antrag vor Vorhabenbeginn gestellt sein, und dafür braucht es bereits eine gültige Baugenehmigung.
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Energieeffizienz-Experten holen – ganz am Anfang
Ohne eingetragenen Energieeffizienz-Experten geht beim Neubau nichts. Er legt mit dir fest, welche Effizienzstufe erreichbar ist, und bestätigt sie gegenüber der KfW. Diesen Schritt vor die Bauplanung zu setzen ist der Unterschied zwischen Förderung und keiner Förderung.
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Stufe festlegen: EH 55, Klimafreundliches Wohngebäude oder QNG
Die KfW unterscheidet drei Stufen: Effizienzhaus 55, Klimafreundliches Wohngebäude (das entspricht Effizienzhaus 40) und Klimafreundliches Wohngebäude mit Qualitätssiegel QNG-PLUS oder QNG-PREMIUM. Je höher die Stufe, desto höher der Kreditbetrag – und desto aufwendiger der Nachweis.
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Antrag über die Bank stellen – vor Vorhabenbeginn
Der Antrag läuft nicht direkt bei der KfW, sondern über deine Bank oder einen Finanzierungsvermittler. Beim Effizienzhaus 55 muss er vor Vorhabenbeginn gestellt sein und eine gültige Baugenehmigung vorliegen. Bei den anderen Stufen darfst du Lieferverträge vorher schließen, aber nur mit aufschiebender Bedingung – gebaut wird erst nach der Zusage.
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Bauen und Nachweise führen
Der Energieeffizienz-Experte begleitet den Bau und bestätigt am Ende, dass die zugesagte Stufe tatsächlich erreicht wurde. Wird sie verfehlt, ist die Förderung weg – deshalb steht der Experte am Anfang und nicht am Ende.
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Kommunale Programme zusätzlich prüfen
Einzelne Städte legen auf die Bundesförderung noch etwas obendrauf, München zum Beispiel. Das ist die Ebene, die den meisten Portalen fehlt – gib oben deine Postleitzahl ein, dann siehst du, ob deine Stadt dabei ist.
Kredit ist nicht Zuschuss – das ist der wichtigste Unterschied
Beim Klimafreundlichen Neubau (KfW 297 für die eigene Nutzung, 298 für Vermietung) bekommst du kein Geld geschenkt, sondern einen zinsverbilligten Kredit: bis 100.000 € je Wohneinheit bei Effizienzhaus 55 und beim Klimafreundlichen Wohngebäude, bis 150.000 € je Wohneinheit mit Qualitätssiegel QNG. Laufzeiten sind bis 35 Jahre möglich, die Zinsbindung bis 10 Jahre. Den genauen Zinssatz legt die KfW am Tag der Zusage fest – rechne also nicht mit einem Satz, den du heute irgendwo liest.
Warum es im Bestand mehr gibt
Der Staat hat ein weit größeres Interesse daran, alte Häuser energetisch nach vorn zu bringen, als neue zu bezahlen – es gibt schlicht sehr viel mehr davon. Wenn du zwischen Neubau und Kauf plus Sanierung schwankst: Auf der Förderseite ist die Sanierung derzeit klar im Vorteil.
Achte auf die amtliche Expertenliste
Der Experte muss in der Liste von BMWE, BAFA, KfW und dena geführt sein. Ist er das nicht, ist die Förderung weg – und das fällt meist erst auf, wenn der Antrag schon läuft. Nachsehen kannst du unter energie-effizienz-experten.de.
Was gibt es bei dir?
Neben der Bundesförderung zahlen viele Städte und Gemeinden zusätzlich. Postleitzahl eingeben und nachsehen.
Förderungen für meine PLZGrundlage: KfW, Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude (297, 298), Programmseite der KfW, abgerufen und geprüft am 19.08.2026. Kreditbeträge, Förderstufen und die Regeln zum Vorhabenbeginn stammen unmittelbar von dort. Angaben ohne Gewähr und keine Rechts- oder Steuerberatung – über Bewilligung und Höhe entscheidet allein die zuständige Förderstelle. Die Anträge stellst du bei KfW, BAFA oder deiner Kommune, nicht bei uns.